Die Gründerin

Ob ich an Wunder glaube? Eher nicht. Aber ich glaube daran, dass man auch als Einzelperson etwas bewirken kann. Es geht dabei gar nicht darum, dass man sein Leben komplett umkrempelt und vom einen auf den anderen Tag zu 100% Zero Waste lebt. Entscheidend ist, einen Anfang zu machen. Und dann ergibt es sich eigentlich fast von selbst, dass man nach und nach die Bereiche umstellt, die einem am leichtesten fallen. Und dass man andere Menschen dazu inspiriert, es einem gleich zu tun.
Bei mir hat das Umdenken eingesetzt, als ich mit meinem Mann und meinen beiden Kindern für 8 Monate im Camper durch Südamerika gereist bin. Davor habe ich über 10 Jahre im Marketing für ein Münchner E-Commerce Unternehmen im Bereich Boardsports, Streetwear & Outdoor gearbeitet. Während unserer Reise ist mir mehr und mehr bewusst geworden, dass ich nicht mehr guten Gewissens dazu beitragen kann, das Wegwerfen von intakter Kleidung und Sportausrüstung zu fördern, indem der Zielgruppe suggeriert wird, dass sie stets die neuesten Kollektionen von Marken benötigen. Marken, die oftmals nicht unter besseren Bedingungen produzieren als die in der Kritik stehenden großen Modeketten, aber deren Verkaufspreise ein Vielfaches darüber liegen. „On the road“ haben wir ein sehr einfaches Leben geführt und immer wieder festgestellt, wie wenig man eigentlich zum Glücklichsein braucht. Und wie wichtig es ist, noch mehr auf Plastik zu verzichten und auf Nachhaltigkeit zu setzen, damit auch unsere Kinder die Chance haben, die Erde in ihrer unfassbaren Schönheit zu erleben.